Tivoli – ein Bürgerhaus für die Stadt Varel

Seit 1999 wird das Tivoli, Varels Traditionsgaststätte, von Fred und Jeannine Lienemann erfolgreich geführt. Eigentümerin dieses Hauses ist die Stadt Varel und 2021 wird der aktuelle Pachtvertrag enden. Das Tivoli, das seit 1901 als Gaststätte in der Windallee existiert, steht mit dem Vertragsende zur Disposition. Die Stadtverwaltung präferiert den Verkauf des Grundstückes mitsamt dem Parkplatz und setzt auf den Neubau einer großen Veranstaltungshalle am Stadtrand. Der Gegenentwurf wäre eine Sanierung des Gebäudes und die Umgestaltung zu einem Kulturhaus für Theater, Film und Literatur. Grund genug für die Vareler Randnotizen, denjenigen zu fragen, der das Tivoli am besten kennt und es zu dem gemacht hat, was es heute in Varel wieder ist. Hier das Interview mit Fred Lienemann, Geschäftsführer und Gastwirt der Windallee 21, dem Tivoli.

 

Ahlers: Was hat Sie bewogen, nach Varel zu ziehen?

Lienemann: Ganz einfach: Ich wollte mich selbstständig machen. Mein Werdegang ist: Realschule im tiefsten Ostfriesland, in Großenfehn. Ich habe dann in Neuharlingersiel ganz klassisch Koch gelernt und nach der Lehrzeit ging ich nach Berlin ins Excelsior. Da bin ich dann 10 Jahre geblieben – mit Unterbrechung der Meisterschule in Koblenz. Ich hatte noch vier Semester BWL-Studium und fühlte mich nun gewappnet. Mit 28 Jahren war ich dann soweit, dass ich mir gesagt habe, jetzt mache ich mich selbstständig. Das war auch immer mein Ziel. Das liegt in meiner Familie, mein Vater, meine Großväter waren alle selbstständig, das war schon immer so. Mit 28 machte ich mich also auf die Suche und es kamen für mich nur zwei Regionen in Frage: Das waren Berlin und der Nordwesten. Ich habe meinen Vater gefragt, ob er die Augen aufhalten könne und er hat mir dann das Zeitungsinserat zugeschickt: Stadt Varel sucht Pächter für das Allee-Hotel. Wir uns den Laden angeschaut und ich sah, dass es ein großes Haus war. Ich wollte nichts kleines. In der Gastronomie können sie mit einem kleinen Laden nicht weit kommen. Mit einem größeren Haus hat man zwar größere Risiken, aber man hat die Chance auf einen größeren Umsatz – und mit dem kann man es schaffen. Ich habe mich dann beworben und meine Chancen standen recht gut. Ende April 1999 war dann eine Sitzung der Ratsmitglieder und meine Frau und ich hatten die gesamte Kriegsbemalung der Zertifikate und Qualifikationen dabei. Nach ein paar Tagen meldete sich dann Herr Busch und teilte uns mit, dass wir – wenn wir denn noch Interesse hätten – das Allee-Hotel übernehmen könnten. So bin ich wieder in den Nordwesten bzw. nach Varel gekommen.

Ahlers: Das Haus hieß ja noch Allee-Hotel. Wie kam es, dass Sie es in Tivoli umbenannt haben?

Lienemann: Das war aus der Not geboren. Erst hieß das Haus weiter Allee-Hotel, dann versuchte ich es kurzzeitig mit dem Namen Storchennest, aber das funktionierte nicht. Das Haus hieß erst seit 1920/21 Allee-Hotel und wer das Schild Allee-Hotel liest, vermutet hier auch ein Hotel. Der Hotelbetrieb ging jedoch nur bis zum Krieg und die letzten Gäste, die das Haus gesehen hat, waren Verwundete im Krieg. 1945 hatten es die kanadischen Truppen beschlagnahmt. Bei der Wiedereröffnung nach dem Krieg nahm man dann den Gaststättenbetrieb wieder auf, verzichtete aber auf den Hotelbetrieb. Die Hotelzimmer lagen über der Gastronomie, haben aber schon seit langem nicht mehr dem Standard für eine Übernachtung entsprochen. Diese Räumlichkeiten wurden somit als Wohnung für die jeweiligen Pächter genutzt. Ich habe dort auch bis 2007 gewohnt. Das hat Vor- und Nachteile, doch wenn man dort mit kleinen Kindern wohnt, wird es schwierig.

Allerdings kam es regelmäßig vor, dass immer wieder Menschen nach einer Übernachtungsmöglichkeit fragten und als 2004 die niedersächsischen Skatmeisterschaften im Haus stattfanden, kamen 250 von 300 Teilnehmern von Auswärts. Entsprechend oft wurde angerufen, ob wir denn noch ein freies Zimmer hätten. Da hat es uns gereicht. Ich wusste, dass das Haus früher Tivoli hieß und da habe ich beim Rathaus gefragt, ob wir es umbenennen können. Das klappte dann auch. Es war zwar kostspielig, aber letztlich war es gut. Wenn man kein Hotel ist, soll man auch nicht Hotel heißen.

Ahlers: Sie mussten 1999 praktisch von Null anfangen. Sie hatten nur das Gebäude. Was war in dieser Situation ihr Konzept?

Lienemann: Im Prinzip einfach eine gute Küche und einen guten Service bieten. Ich wusste, dass der Laden Potential hat, weniger wegen des Restaurants, sondern vor allem wegen des Saales. Der Saal ist groß und es gibt Veranstaltungen, die immer wiederkehren. Dafür braucht es einen großen Saal, z. B. etwa für einen Silvesterball oder für Firmenveranstaltungen. Meine Situation war so, dass mein Vorgänger den Laden wirklich gegen die Wand gefahren hatte. Da sind damals einige kuriose Dinge passiert und am Ende hatte man nur noch 26 Gäste für den Silvesterball im großen Saal. Da funktionierte nichts mehr. Wäre der Abriss 1998/99 Thema gewesen, hätte wohl kaum jemand dem damaligen Allee-Hotel eine Träne nachgeweint.

Ahlers: Als Sie das Haus 1999 übernommen haben, hatten sie den Eindruck, dass das Haus damals sanierungsbedürftig gewesen wäre?

Lienemann: Nun, ich war damals 20 Jahre jünger und hatte weniger Ahnung von Technik. Doch als wir 1999 kamen, funktionierte alles. Die Küche allerdings mussten wir renovieren. Das haben wir in Zusammenarbeit mit der Stadt damals gemacht, ansonsten gab es nur kosmetische Veränderungen. Technisch ist das Gebäude auf dem Stand von 1973. Die Stadt hatte seinerzeit das Gebäude übernommen und dann massiv renoviert. Danach hatte sich nicht viel verändert, also Steckdosen und Leitungen sind immer noch auf dem Standard jener Jahre. Die Heizung wurde – denke ich – in den 80er Jahren erneuert. Insgesamt ist das Haus auch heute noch gut in Schuss. Es ist nicht marode. Es tropft nicht irgendwo durch, aber was teuer wird, ist der Brandschutz: Die Auflagen von heute gab es vor 20 Jahren noch nicht. Wenn Behörden andere Gastronomen auf diesen Brandschutzvorgaben hinweist, kann es nicht sein, dass eine Kommune bei ihren eigenen Häusern diesen Vorgaben nicht nachkommt und nicht investiert. Da muss also was getan werden.

Ahlers: Handlungsbedarf besteht also vor allem beim Brandschutz?

Lienemann: Ja – und wenn man dann anfängt, ist man auch gleich bei der Wärmedämmung. Die gab es damals so auch nicht. Geht man das grundlegend an, dann wird es umfrangreich und sehr teuer.

Ahlers: Es war überraschenderweise Anfang des Jahres in der Zeitung zu lesen, dass Sie vorzeitig aufhören wollen.

Lienemann: Nein, ich erfülle meinen Pachtvertrag, der bis zum 31.07.2021 geht.

Ahlers: Laut Zeitung hieß es, dass der Pächter früh aus seinem jetzigen Beruf aussteigen wolle.

Lienemann: Nein, das war ein wenig irreführend. Ich habe immer gesagt, dass ich das nicht bis zur Rente machen werde. Die statistische Lebenserwartung von Gastwirten mit einem Saalbetrieb liegt bei 54 Jahren. Ich alleine kenne fünf Küchenchefs, die zwischen 54 und 60 mit einem Herzinfarkt dahingerafft worden sind. Den Job kann man nicht bis 67 machen. Die Arbeitsbelastungen sind enorm. Aber bis 2021 bin ich auf jeden Fall dabei – und ich hoffe, meine Gäste auch. Ich bin mit der Stadt so verblieben, dass ich – wenn der Neubau einer Mehrzweckhalle, einer Art Stadthalle, aber ohne Gastronomie, sich verzögert – ich noch bis Ende des Jahre 2021 bleibe oder vielleicht auch bis zum Sommer 2022. Doch das muss man dann sehen.

Ahlers: Das Tivoli ist ein Gaststättenbetrieb mit Veranstaltungsprogramm. Kann man das so beschreiben?

Lienemann: Das Tivoli ist die Stadthalle bzw. das Bürgerhaus der Stadt Varel, es heißt nur aus historischen Gründen nicht so.

Ahlers: Nun wird die Diskussion um ein Kulturzentrum geführt. Ist denn das Tivoli immer auch das Kulturzentrum Varels gewesen?

Lienemann: Varel hat eine besondere Situation. In anderen Orten konzentriert sich das meist auf eine Location. In Varel aber haben wir mehrere Orte. Lesungen, Theater usw. finden in der Aula des LMG statt und in zwei großen Kirchen finden Konzerte statt. Zudem gibt es die Schulaula an der Arngaster Straße und wir haben in Varel dann noch die Weberei und das Tivoli. Das Tivoli ist inzwischen in der regionalen Kulturszene nicht unbekannt. Wir stellen den Saal für Veranstalter zur Verfügung und so gibt es auch hier Theater, Lesungen, Konzerte und Vorträge. So sind wir gewissermaßen auch ein Kulturhaus. Wir sind aber kein Kulturzentrum im Sinne etwa des Bürgerhauses Schortens, wo große Namen auftreten. Das haben wir in Varel nicht.

Ahlers: Könnten Sie sich vorstellen, dass das Tivoli ein Potential für Theater, Literatur und für Kino hätte?

Lienemann: Ja, durchaus. Theater sind wir. Wir sind das Domizil der niederdeutschen Bühne mit drei Inszenierungen pro Jahr bzw. Saison mit je 10 Aufführungen. Mit Lesungen ist das in Varel schwieriger, denn da ist eine Veranstaltung mit 50 Besuchern schon gut besucht. Ausnahmen sind vielleicht Veranstaltungen wie im Kurhaus, wo Autoren wie Wigald Boning oder Heinz Strunk kommen. Aber das Potential liegt letztlich im Vareler Publikum – und wer solch ein Programm auf die Beine stellt. Doch ich als Gastwirt stelle kein Kulturprogramm auf die Beine.

Ahlers: Sehen Sie denn aufgrund ihrer Erfahrungen ein solches Potential für das Tivoli?

Lienemann: Ja, das Potential ist schon da. Wenn eine Sanierung nicht zuviel Geld verschlingt, dann wäre das schon drin. Allerdings konkurriert man in Varel z.B. mit dem LMG. Die Situation müsste man dann schon verändern – aber aus Sicht eines Gastwirts weiß ich, dass man mit Kulturveranstaltungen nicht das große Geschäft macht. Die dürfen z.B. nicht mit anderen Festen kollidieren, weshalb sie im Tivoli oft in der Mitte der Woche stattfinden. Das ist einfach eine ökonomische Frage. Eine Hochzeit macht einen Umsatz von 6000,- €. Bei einer Lesung reden wir von 130,- € Umsatz. Aber klar: Man muss Kulturveranstaltungen machen, doch das muss man subventionieren. Es werden ja noch ganz andere Sachen um ein Vielfaches subventioniert – und dann finde ich das Fördergeld beim Theater ganz gut angelegt.

Ahlers: Wäre es sinnvoll, wenn Varel solch ein Kulturhaus hätte?

Lienemann: Ja, also wenn die die Halle, also das neue Kulturzentrum im ehemaligen Kasernengelände bauen, dann vor allem im Hinblick auf die niederdeutsche Bühne, um die nicht sterben zu lassen. Darum geht es im Endeffekt. Es wird sich hier jetzt kein Ensemble bilden, was ein hochrangiges Programm entwickelt, schon weil es hier kein Publikum dafür gibt. Es müssen ja auch die Besucherzahlen stimmen und bei der niederdeutschen Bühnen stimmen die Zahlen wieder halbwegs. Die haben auch ihr Potential.

Ahlers: Im Haus gibt es mehrere Säle, d.h. man hätte die Option für eine Probebühne, für ein kleines Schauspielhaus, für einen kleinen Kinosaal und gleichzeitig gäbe es eine Gastronomie, also einen Ort, an dem Begegnung stattfände.

Lienemann: Würde man das so machen, würde sich die Gastronomie nicht tragen. Wäre der kleine Saal eine Bühne, wären keine Hochzeiten oder Grünkohlfeiern mehr möglich. Unser Erfolg liegt in der Gastronomie und nicht in den Kulturveranstaltungen. Davon leben wir. Ich habe hier zehn Festangestellte, da kann man sich die Lohnsumme ausrechnen und die muss jeden Monat bewegt werden. Wenn man keine Hochzeit mehr machen kann, weil Kulturveranstaltungen Vorrang hätten, dann hätte ich auch keine zehn Festangestellten mehr.

Ahlers: Sie haben eine moderate Pacht und müssen zudem die Nebenkosten aufbringen.

Lienemann: Die Kostenstruktur der Betriebskosten ist für die Stadt Varel nicht das große Problem. Natürlich hat die Stadt mit dem Haus Kosten, aber wenn man das mit anderen Bürgerhäusern vergleicht, ist man hier gut aufgestellt. Konkret: Die Energiekosten belaufen sich auf 4400,- € pro Monat, die muss ich tragen. Außerdem übernehme ich mehr oder weniger die Hausmeistertätigkeiten. Ich finanziere die Pacht und damit auch die städtischen Gebühren. Größere Reparaturen übernimmt die Stadt als Eigentümerin. Wenn also die Stadt in einen Neubau investiert, dann hätte sie beim Bau einen Vorteil, aber die Betriebskosten wären ungeklärt. Denn es gäbe keinen Pächter und somit wäre die Stadt selbst Betreiberin. Die Nebenkosten müsste die Stadt konsequenterweise selbst erwirtschaften. Und Veranstaltungen gehen oft bis tief in die Nacht… da muss dann jemand vor Ort sein. Gastronomie ist kein 9 to 5-Job. Da gäbe es einiges an Nachtzuschlägen. Die Gastronomie würde durch einen Catering-Dienst übernommen. Billiger wird der Betriebskostenanteil mit dem Neubau nicht.

Ahlers: Ist hinten an dem Gebäude noch Grünfläche?

Lienemann: Da gibt es einen große Garten, dafür gibt es aber keine Konzession. Den Garten pflegen wir und bei Hochzeiten wird er gelegentlich für einen Sektempfang genutzt, aber mehr auch nicht. Gastronomisch nutzen wir ihn nicht. Das Problem ist schon die Theke, die ja im Haus ist. Damit wäre der Laufweg zu weit, um einen Service zu gewährleisten. Zudem ist bisher die Sommersaison in Friesland eher überschaubar gewesen.

Ahlers: Wie ist der Zustand der Fassade? Früher gab es der Zeit entsprechende Fassadenornamente. Sind die alle hinter der Verkleidung noch verborgen oder hat man die damals abgeklopft?

Lienemann: Das ist meines Wissens alles abgeklopft worden. Es gab die Sprossenfenster, doch die sind ja schon lange weg und die Fensterläden sind es ja auch.

Ahlers: Wie stellen Sie sich die Zukunft dieses Hauses vor?

Lienemann: Ich sehne mich nach einem etwas zivilisierterem Leben, also nach einer besseren work-live-Balance. Für mich persönlich ist die Frage damit beantwortet. Die Zukunft des Hauses ist mir nicht egal, aber wenn es so ist, wie der Bürgermeister sagt, dass man für den Neubau eine Förderung bis zu 60% bekommen könnte und eben für eine Sanierung gar keine Förderung, dann stellt sich für mich aus ökonomischer Sicht keine Frage mehr.

Ahlers: Aus rein ökonomischer Sicht betrachtet, gibt es einen schwerwiegenden Grund, aber gibt es nicht auch einen emotionalen Grund, der nicht weniger bedeutend ist?

Lienemann: Stimmt. Dann ist das hier vorbei. Hier wird nie wieder eine Gastronomie aufgebaut werden. Sehr wahrscheinlich würden hier seniorengerechte Wohnblocks entstehen, drei Blocks mit je acht Wohnungen und Fahrstuhl. Doch andererseits, klar: Das Haus ist Vareler Geschichte und wenn man die ältere Generation fragt, werden nicht wenige sagen, dass sie hier gefeiert oder sich gar kennengelernt haben. Ein prominentes Vareler Pärchen sind Anita und August Osterloh. Die haben sich hier beim Tanzen kennengelernt. Wenn man eine Umfrage machen würde, das Haus zu erhalten oder nicht, dann würde wohl für den Erhalt 80:20 abgestimmt werden. Das hängt aber immer auch vom aktuellen Standing ab. 1999 wäre das sicher anders gewesen.

Ahlers: Hat sich in all den Jahren das Publikum verändert?

Lienemann: Nein, das Tivoli ist gutbürgerlich, also ein klassisches Dorfgasthaus. In Varel gibt es für die Größe der Stadt eine bemerkenswerte gastronomische Vielfalt und in dieser hat das Tivoli einen guten Platz. Wir sind kreisweit bekannt. Es kommen Leute aus Wittmund, Wilhelmshaven, Schortens und für größere Festgesellschaften sind wir hier die gute Adresse. All das zeigt eine Kontinuität. Es ist ein wenig wie früher: Man feiert hier die Hochzeit, dann kommen Kinder und man feiert hier auch die Taufe, anschließend die Konfirmation und irgendwann kommt man als Trauergemeinschaft zum Kaffee wieder zusammen.

Ahlers: Wenn es das Tivoli nicht mehr gibt, wer würde dann dessen Funktion ersetzen?

Lienemann: Dann würde ein großer Saalbetrieb fehlen, aber es würde sicher auch etwas Neues entstehen. Vielleicht würde jemand in einen neuen Saalbetrieb investieren.

Ahlers: Für Varel würden sie den Erhalt wünschen oder würden sie für ein Kulturhaus plädieren?

Lienemann: Schwierige Frage. Es wäre schön, wenn es einen Nachfolger gäbe. Es wäre schön, wenn die Geschichte, die wir geschaffen haben, fortgeschrieben werden könnte. Aber ich kann die Bedenken der Stadtverwaltung durchaus nachvollziehen. Die Sanierung darf kein Fass ohne Boden werden. Es ist auch nicht so, dass es die Aufgabe einer Kommune wäre, einen Gastbetrieb in der Stadt anzubieten. Andererseits ist es auch so, dass eine Stadt nicht allein aus Gewerbegebieten besteht. Das müssen allerdings letztlich die politischen Gremien entscheiden. Ich bin da neutral.

Tivoli 2019, Foto: Villa Schmalfilm

Ein Haus für die Kunst ist weniger Leuchtturm als vielmehr ein Hafen, ein Umschlagsplatz von Informationen, Ideen und Gefühlen.

Das Interview führte Norbert Ahlers

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