Anders ist besser

Von dem Vorschlag, der sowohl besser durchdacht als auch kostengünstiger ist.

Bürgerpark Waldstadion

Entwurf vom Förderkreis Bürgerpark Waldstadion (Bild: © J.Spanjer)

Der Bürgerpark Waldstadion (s.o.) ist eine reale Alternative zum Entwurf der Stadtverwaltung. Bürgermeister Wagner bezeichnete ihn allerdings in einer Stellungnahme in der NWZ vom 26.07.2019 jüngst als ein „ganz anderes Projekt.“ Es ist insofern tatsächlich ein anderes Projekt, als es schlicht das bessere ist. Besser in der Lage, besser in der skizzierten Konzeption, besser in der inhaltlichen Begründung und nicht zuletzt auch besser in der Finanzierung.

Nimmt man die Zahlen der Projetskizze FRI_SpoBuePark (Titel: „Sanierung der Sportstätten Langendamm und Windallee durch Errichtung eines zentralen Sport- und Bürgerparks am zu sanierenden Standort Langendamm sowie Aufgabe des Standortes Windallee im Rahmen des Sportstättenentwicklungskonzeptes“), die die Stadtverwaltung in Berlin eingereicht hat, dann fällt auf, dass 2019 allein 1.539.000 € nur für Grunderwerb (800.000,-), Planung (357.000,-) und Verkehrserschließung (382.000,-) verausgabt werden, jedoch kein Cent für eine Sanierungsmaßnahme. Erst 2020 werden 1.173.000 € in einen Sportplatz investiert, 2021 dann nochmal 1.150.000 € in die weiteren Plätze.

Im Jahr 2023 sind dann noch einmal 983.000 € für das Vereinsheim eingeplant.

Das sind 3.899.000 für die Sportstätte Langendamm. Dem gegenüber stehen 3.665.000,- € für den Zeitraum 2019 – 2023 allein für Planung und die Verkehrserschließung. Anders gesagt: Die Sportstättensanierung ist zu 50% eine Verkehrsförderung, primär für den Autoverkehr.

All dies wäre mit dem Entwurf des Förderkreises Bürgerpark wesentlich kostengünstiger und bedarfsgerechter zu realisieren. Die Instandsetzung des Rasenplatzes im Waldstadion kann mit 250.000,- €, die der Kleinfelder, Finnbahn, Umkleidekabine, Begrünung u.v.m. mit 450.000,- €, die Planung mit 300.000,- € und die Naturbühne nebst Pavillon mit 700.000,- € veranschlagt werden. Dabei könnte die Naturbühne an einem solch zentralen Ort in der Stadt sehr wahrscheinlich durch Sponsorengelder kofinanziert werden. Das wäre insgesamt ein Kostenvolumen von 1.700.000,- €.

Für Langendamm stünden somit 2.300.000,- € zur Verfügung plus dem notwendigen Eigenanteil der Kommune. Mit diesem Geld wäre ein ganzjährig bespielbarer Feldplatz und ein separater Tunierplatz zu finanzieren, ohne dass der kommunale Haushalt ernsthaft belastet würde.

Weshalb aber insistiert Bürgermeister Wagner so vehement auf den wesentlich kostspieligeren Entwurf der Stadtverwaltung?

Es gibt viele Vermutungen, die jedoch nicht belegt werden können. Somit müssten schon für 2019 die Ausgaben zum Grunderwerb in Langendamm gebunden sein, denn nach Auskunft des Bürgermsieters wurden schon Flächen per Handschlag angekauft. Allerdings muss man durch die überraschende Kostensteigerung eines notwendigen Grundstücks nochmals neu kalkulieren. Zudem wurde auch schon ein Planungsbüro wurde beauftragt. Es geht also hier immerhin um 1.157.000,- € für den Flächenerwerb und die Planung, die schon fest gebunden wurden und bei Nicht-Erfüllung wahrscheinlich auch regressflichtig würden. Ausgaben, die laut Projektskizze für 2019 mit 813.900,- € durch Bundesmittel alimentiert werden sollten. Ohne eine endgültige Zusage seitens des BBSR, die erst noch in einem Gespräch am 30.09.2019 bestätigt werden muss, hat man also schon kommunale Gelder ausgegeben.

Insofern ist der alternative Entwurf des Förderkreises Bürgerpark Waldstadion für den Bürgermeister ein ernsthaftes Dilemma, denn er ist effektiver und kostengünstiger. Die notwendigen Flächen sind schon im Besitz der Kommune und die innovativen Impulse einer nachhaltigen Stadtentwicklung für Varel liegen auf der Hand. Das dürften auch die Kriterien sein, die in Berlin und Bonn überzeugen. Ein ausführliches  Begründungsschreiben in diesem Sinne liegt dem Ministerium vor.

von Norbert Ahlers

bürgerpark. jpg

Mit ein wenig Fantasie: Die Fläche, auf der man ein Kleinfeld, eine Naturbühne, Blühwiesen und ein Pavillon errichten könnte – und alles mit Blick auf das Zentrum der Stadt.

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